Ein Tauchcomputer ist das wichtigste Sicherheitsgerät im Tauchgepäck. Diese Liste ist für Taucher gedacht, die ein Gerät kaufen, das viele Jahre hält. Vom ersten Urlaubstauchgang bis zu geplanten Dekostopps deckt die Auswahl alles ab, was Sporttaucher brauchen. Alle Modelle sind in Deutschland regulär im Handel.
Aufgenommen wurden nur Tauchcomputer für Sporttaucher, die es aktuell bei Amazon.de oder eBay.de gibt. Verglichen wurden der Algorithmus und die Einstellbarkeit des Konservatismus, die Ablesbarkeit des Displays unter Wasser, die Zahl der Gasmischungen, Luftintegration mit Sender, die Stromversorgung (wechselbare Batterie oder Akku) und die Bedienung mit einem oder mehreren Knöpfen. Wichtig waren auch die Folgekosten: Sender, Interface, Ladeschale und der Batteriewechsel beim Händler. Ebenso zählten deutsche Menüs, deutsche Anleitung und ein Service in Europa.
Die Reihenfolge macht nicht die Redaktion, sondern die Stimmen der Community. Wer sich entscheidet, liest am besten die Karten von oben nach unten: In jeder stehen Plus- und Minuspunkte, dazu die Erfahrungen anderer Taucher. Besonders die Minuspunkte lohnen einen zweiten Blick, denn dort steht, was im Alltag nervt.
Der Peregrine TX ist die luftintegrierte Version des Shearwater Peregrine. Gerechnet wird mit Bühlmann ZHL-16C und Gradientenfaktoren, es gibt drei fertige Stufen für den Konservatismus und die Möglichkeit, eigene Werte zu setzen. Das Farb-LCD misst 2,2 Zoll bei 320 x 240 Pixeln, Layout, Schriftgröße und Farben lassen sich anpassen. Ein Sender bringt den Flaschendruck aufs Display, dazu kommen Digitalkompass, Dekoplaner und Menüs in vielen Sprachen. Geladen wird kabellos auf einer Ladematte.
Passt für Taucher, die drei Nitroxgemische, Deko und Flaschendruck auf einem großen Display wollen, ohne gleich zum Technikgerät zu greifen. VPM-B gibt es hier nicht, für echtes Trimix ist das Gerät nicht gedacht. Wer zweimal im Jahr im Warmwasser taucht, zahlt für Reserven, die er selten braucht. Der Sender kostet extra und muss mit ins Gepäck.
Der Teric ist der Shearwater im Uhrenformat. Das AMOLED-Display mit 400 x 400 Pixeln sitzt hinter Saphirglas, Rahmen und Knöpfe sind aus Edelstahl, das Gehäuse wiegt rund 120 Gramm und ist bis 200 Meter dicht. Der Akku hält im Tauchmodus bis zu 30 Stunden und als Uhr bis zu 50 Stunden, geladen wird auf einer eigenen Ladeschale. Möglich sind fünf Gase im offenen Kreislauf und fünf im CCR-Modus, Trimix, bis zu vier Sender und ein Logbuch über 1000 Stunden. Gerechnet wird mit Bühlmann ZHL-16C und Gradientenfaktoren.
Sinnvoll für Taucher, die technisch unterwegs sind und den Computer im Büro als Uhr tragen wollen. Im Handel liegt der Teric meist um 900 Euro, Sender und Ersatzarmband kommen dazu. Der Vibrationsalarm hilft, wenn man Handschuhe trägt und nichts hört. Für reines Nitroxtauchen im Urlaub ist das Gerät überdimensioniert.
Der D5 ist Suuntos Farbdisplay-Computer im Uhrenformat. Er rechnet mit Suunto Fused RGBM 2 und bietet die Modi Air/Nitrox, Free und Gauge, dazu einen Uhrenmodus ohne Tauchfunktionen. Das Gehäuse ist bis 100 Meter dicht, der Akku wird per Kabel geladen und hält im Tauchmodus bis zu 12 Stunden. Über Bluetooth landen die Tauchgänge in der Suunto-App, ein Tank POD kann den Flaschendruck übertragen. Die Armbänder lassen sich ohne Werkzeug wechseln, im Handel liegt der D5 bei etwa 480 Euro.
Gut für Sporttaucher, die eine schlanke Uhr mit Kompass und Farbdisplay möchten und keine Lust auf Batteriewechsel haben. Trimix und CCR unterstützt der D5 nicht. Der Algorithmus rechnet eher vorsichtig, wer viele Wiederholungstauchgänge macht, verliert Nullzeit. Das Ladekabel ist ein Suunto-Sonderteil, ein Ersatz gehört ins Gepäck.
Der Zoop Novo ist der Klassiker unter den günstigen Tauchcomputern und kostet meist um 230 Euro. Er hat vier Modi: Air, Nitrox, Gauge und Freitauchen. Gerechnet wird mit dem Suunto RGBM über neun Gewebegruppen. Das große Monochromdisplay zeigt Tiefe und Nullzeit groß in der Mitte, bedient wird mit vier Knöpfen. Die Batterie wechselt der Taucher selbst, sie hält je nach Nutzung rund zwei Jahre. Ein USB-Kabel zum Auslesen der Logbücher ist nicht immer im Karton.
Die erste Wahl für Einsteiger, Tauchschulen und Leihstationen: robust, einfach, jeder Tauchlehrer kennt die Anzeige. Wer Deko ignoriert, wird bestraft, denn der Algorithmus sperrt sich bis zu 48 Stunden. Das Gehäuse ist groß und passt schlecht unter einen engen Trockenanzugärmel. Luftintegration und Farbdisplay gibt es nicht.
Der Descent Mk3i in 43 Millimetern ist die kleinere Variante von Garmins Tauchuhr. Das AMOLED-Touchdisplay leuchtet sehr hell, das Gehäuse hält 20 ATM und ist bis 200 Meter Tauchtiefe freigegeben. Neu in der Mk3-Reihe ist die SubWave-Sonartechnik: Sie überträgt den Flaschendruck vom T2-Sender und erlaubt kurze Nachrichten zwischen Tauchern. Garmin nennt bis zu 48 Stunden Laufzeit im Tauchmodus. An Bord sind Modi für Nitrox, Trimix, CCR, Apnoe und Gauge, dazu Karten, GPS, eine eingebaute Lampe und über 80 Sportprofile.
Für Taucher, die eine Sportuhr und einen Tauchcomputer in einem Gerät wollen und den Preis akzeptieren. Wer nur taucht, zahlt für Laufen, Karten und Musik mit. Das Touchdisplay bedient man mit dicken Handschuhen nur mühsam, die Knöpfe bleiben Pflicht. Der Sender wird separat verkauft.
Der Puck Pro+ ist die überarbeitete Version des Mares Puck Pro und wird meist um 200 bis 230 Euro verkauft. Bedient wird alles mit einem einzigen Knopf, die Menüs sind kurz und in wenigen Minuten verstanden. Am Displayrand stehen jetzt Beschriftungen, damit klar ist, welcher Wert wo steht. Nitrox geht bis 50 Prozent Sauerstoff, dazu kommen Gauge- und Apnoemodus. Die maximale Tiefe liegt bei 150 Metern, das Logbuch speichert rund 38 Stunden. Die Batterie tauscht der Taucher selbst, sie reicht für etwa 300 bis 500 Tauchgänge.
Die vernünftige Wahl für Urlaubstaucher und Vereinstaucher, die Sicherheit ohne Schnickschnack wollen. Wer Flaschendruck oder Kompass braucht, muss ein anderes Modell nehmen. Zum Auslesen der Daten ist ein separates Interface nötig, das kostet zusätzlich. Ein Farbdisplay gibt es in dieser Klasse nicht.
Der Quad Air ist Mares Antwort auf die Frage nach einem großen, ruhigen Display mit Flaschendruck. Die Anzeige arbeitet mit vier Zeilen und sehr großen Ziffern, drei Zeilen zeigen Tiefe, Zeit und Druck gleichzeitig. Bis zu drei Sender lassen sich koppeln, so bleibt auch die Flasche des Partners im Blick. Bedient wird über vier Knöpfe, die Batterie vom Typ CR2450 wechselt der Taucher selbst. Im Set mit Sender liegt der Preis meist bei 500 bis 640 Euro, der Computer allein deutlich darunter.
Gedacht für Taucher mit nachlassenden Augen und für alle, die den Restdruck nicht am Finimeter suchen wollen. Wer eine kleine Uhr für den Alltag sucht, greift daneben: Das Gehäuse ist ein reiner Tauchcomputer und trägt sich klobig. Ein Kompass ist nicht eingebaut, Trimix ebenfalls nicht.
Der Leonardo ist Cressis Einstiegscomputer und seit Jahren im Handel, meist um 200 bis 220 Euro. Er arbeitet mit dem Cressi RGBM über neun Gewebegruppen und bietet die Modi Luft, Nitrox und Gauge. Das Gehäuse hat 67 Millimeter Durchmesser, 27 Millimeter Höhe und wiegt 135 Gramm, dicht ist es bis 120 Meter. Das Display nutzt Cressis PCD-System, alle wichtigen Werte stehen groß auf einer Seite. Gesteuert wird über einen einzigen Knopf, Deep Stop und CNS-Anzeige lassen sich zuschalten. Die Batterie tauscht man selbst, sie hält etwa zwei Jahre.
Sinnvoll für Taucher, die zum Kurs einen eigenen Computer brauchen und wenig ausgeben wollen. Es lässt sich nur ein Nitroxgemisch einstellen, mehrere Gase im Tauchgang gehen nicht. Zum Auslesen der Logbücher braucht man das Cressi-Interface als Zubehör. Ein Kompass fehlt.
Der Aladin A2 ist der kompakte Multigas-Computer von Scubapro. Er rechnet mit ZH-L16 ADT MB und erlaubt acht Gase von 21 bis 100 Prozent Sauerstoff, im CCR-Modus zwei Gase. Modi gibt es für Scuba, Gauge, Apnoe, Trimix, CCR und Sidemount. Optional koppelt er bis zu acht Sender und zeigt den echten Restdruck samt RBT, also der verbleibenden Grundzeit nach Atemleistung. Mit dem Scubapro-Brustgurt fließen Herzfrequenz und Hauttemperatur in die Rechnung ein, PDIS legt Zwischenstopps nach Profil fest. Der 3D-Kompass ist neigungsfähig, die CR2450-Batterie hält rund zwei Jahre.
Ein Gerät für Vielausbilder und Taucher, die Daten mögen. Anfänger brauchen die halbe Funktionsliste nie und müssen sich durch tiefe Menüs arbeiten. Das Matrixdisplay bleibt einfarbig, wer Farbe erwartet, wird enttäuscht. Sender und Brustgurt kosten zusätzlich.
Der i330R ist Aqua Lungs Farbdisplay-Computer für Sporttaucher. Er hat vier Betriebsmodi: Luft, Nitrox, Gauge und Freitauchen. Unter Wasser lässt sich zwischen drei Gasen von 21 bis 100 Prozent Sauerstoff wechseln. Das Display ist auch bei Sonne gut lesbar, die Helligkeit kann man senken, um Akku zu sparen. Der Akku ist fest eingebaut und wird per Kabel geladen, ein Batteriewechsel entfällt komplett. Über Bluetooth 5.0 wandern die Tauchgänge in die Diverlog-App, ein Kompass ist als Zubehör anschließbar.
Passend für Taucher, die ein Farbdisplay und drei Gase wollen, aber nicht die Preise der Uhrenmodelle zahlen möchten. Luftintegration bietet der i330R nicht, das Finimeter bleibt am Automaten. Wer im Urlaub ohne Strom taucht, sollte an eine Powerbank denken. Das Gehäuse ist deutlich größer als eine Armbanduhr.