Wer eine Halle mit Spielgeräten bestücken muss, ob Kita, Schule, Freizeitpark oder Einkaufszentrum, braucht keine Prospektlyrik, sondern harte Angaben: Prüfnorm, Traglast, Ersatzteile. Diese Übersicht sammelt Hersteller von Indoor-Spielgeräten, die den deutschen Markt beliefern und Anlagen nicht nur zeichnen, sondern fertigen, montieren und später auch warten.
Ausgewählt wurde nach nachvollziehbaren Dingen: eigene Fertigung oder klar benannte Produktionsstätte, Prüfung nach EN 1176, Materialien von Multiplex und Stahlrohr bis Schaumstoff und PVC-Polsterung, Nachkaufbarkeit einzelner Bauteile, Montage und Wartung im Angebot, Lieferung nach Deutschland ohne Umwege, dazu Preistransparenz und erreichbare Ansprechpartner. Getrennt betrachtet wurden pädagogische Bewegungsräume für Kitas und die großen kommerziellen Spielanlagen, denn die Budgets und die Belastung unterscheiden sich erheblich.
Die Reihenfolge macht nicht die Redaktion, sondern die Stimmen der Community. Wer plant, liest am besten die Vorteile und Nachteile jeder Karte, dazu die Erfahrungsberichte von Betreibern: dort steht, wie schnell nachgeliefert wird und wie es nach der Abnahme mit dem Service weitergeht.
eibe fertigt in Röttingen in Unterfranken und deckt beide Welten ab: Spielplatzgeräte für draußen sowie Podestlandschaften, Spielhäuser und Bewegungsgeräte für Innenräume. Dazu kommen komplette Kita-Einrichtungen, Möbel und Themenwelten. Über shop.eibe.de sind Katalogartikel mit Preisen bestellbar, was in dieser Branche eher die Ausnahme ist. Fachberater arbeiten flächendeckend in Deutschland, planen vor Ort und begleiten Lieferung und Aufbau.
Passend für Kindergärten, Horte, Schulen und Kommunen, die Einrichtung und Spielgerät aus einer Hand haben wollen. Für einen kommerziellen Hallenspielplatz mit Softplay-Labyrinth, Rollenrutsche und Trampolinfeld ist das Programm zu pädagogisch geschnitten, dort sind Spezialisten die bessere Adresse. Bei Sonderanfertigungen gehören Vorlaufzeit und Wartungsintervalle in dieselbe Verhandlung wie der Preis.
Industriestraße 1, 97285 Röttingen
HABA Pro ist der Profibereich der HABA Familygroup aus Bad Rodach, deren Wurzeln bis 1938 zurückgehen. Für Innenräume liefert die Marke Bewegungslandschaften wie alpinio, Kraxel-Elemente aus Massivholz, Podeste, Kletterwände und Weichbodenbereiche, viele Serien in natur oder farbig. Vertrieben wird über den eigenen Fachhandelsauftritt und den Katalog von Wehrfritz, Prüfung und Pädagogik sind auf Krippe, Kita und Grundschule zugeschnitten.
Die Stärke liegt bei Gruppen bis zu einer Handvoll Kinder gleichzeitig: solide Holzverbindungen, austauschbare Beschläge, Maße für normale Gruppenraumhöhen. Wer eine öffentliche Halle mit hunderten Besuchern am Tag bestücken will, findet hier weder Dreietagen-Labyrinth noch Ninja-Parcours. Preise liegen deutlich über Baumarktniveau, dafür sind Ersatzteile über Jahre nachbestellbar.
August-Grosch-Straße 28-38, 96476 Bad Rodach
Bänfer aus Bad Wildungen nennt sich Sportmanufaktur und baut seit Jahrzehnten Schaumstoffprodukte in Hessen: Softbausteine in den Größen Midi und Maxi, Bausteinsätze mit 9, 13 oder 25 Teilen, Weichbodenmatten, Turnmatten und Polsterungen für Wände und Säulen. Typische Einzelteile sind Zylinder mit 600 mal 300 Millimetern oder Rutschen für Keile mit 1140 Millimetern Länge. Die Bezüge sind wechselbar, Nachbestellung einzelner Formen funktioniert auch nach Jahren.
Für Krippen, Therapieräume, Turnhallen und die Kleinkindzone eines Indoorparks ist das die naheliegende Wahl, weil weiche Bauteile dort am schnellsten verschleißen. Komplette Kletterlabyrinthe, Stahlkonstruktionen oder Trampolinfelder gibt es nicht. Bestellt wird meist über Sporthändler, deshalb schwanken die Endpreise je nach Anbieter deutlich.
Industriestraße 11, 34537 Bad Wildungen
Der Betrieb aus Geeste im Emsland entwickelt und produziert Spiel- und Freizeitgeräte und gilt als einer der Vorreiter für inklusive, barrierefreie Lösungen. Neben dem Außenprogramm gibt es eine eigene Indoor-Linie mit Spielhäusern, Kletter- und Balancierelementen sowie modularen Baukästen, darunter eine Murmelbahn, die auch auf ebenen Flächen funktioniert. Geliefert wird europaweit, Messeauftritte in Dortmund, Fulda und Nürnberg gehören zum Alltag.
Interessant für Kommunen, Kitas, Kliniken und Betreiber, die Kinder mit und ohne Einschränkung gemeinsam spielen lassen wollen: Zugänge, Höhen und Greifelemente sind darauf ausgelegt. Wer einen reinen Trampolinpark plant, sucht besser weiter. Preise nennt der Hersteller projektbezogen, Planung und Angebot laufen über den Innendienst, das kostet ein paar Tage.
Thyssenstraße 7, 49744 Geeste
Hasendorf Spielgeräte aus Hövelhof in Westfalen ist ein Tischlerei-Meisterbetrieb, der Spielanlagen für Innenräume ab der Altersgruppe unter drei Jahren baut. Auf der Website liegen Kataloge zu Indoor-Spielanlagen, Freizeitgeräten und Einzelelementen zum Durchblättern, gearbeitet wird überwiegend in Holz und auf Maß. Angefragt wird per E-Mail, ein Kontaktformular gibt es aus Datenschutzgründen bewusst nicht, Telefon und Mobilnummer stehen auf der Kontaktseite.
Sinnvoll für Kitas, Gemeinden, Gastronomie und kleinere Indoorflächen, die eine Sonderlösung für eine schwierige Raumhöhe brauchen und direkten Kontakt zum Handwerker schätzen. Für Großprojekte mit mehreren tausend Quadratmetern und Terminplan auf die Woche ist der Betrieb zu klein. Wer bestellt, sollte die Kapazität vorab abklopfen.
Emser Kirchweg 52, 33161 Hövelhof
OBRA-Design, Ing. Philipp GmbH & Co. KG sitzt in Neukirchen an der Vöckla in Oberösterreich und produziert als Holzindustrie Spielplatzgeräte und Gartenausstattung. Für Innenräume steht die Reihe ROMBOX: modulare Spielanlagen mit Klettergerüsten, Podesten, Netzen und Rutschen, die sich an vorhandene Grundrisse anpassen lassen. Kataloge, Garantie- und Qualitätsangaben liegen offen im Netz, der Verkauf in Deutschland läuft über feste Fachberater, etwa in Mecklenburg-Vorpommern.
Für Kitas, Schulen, Hotels und Gastronomie im deutschsprachigen Raum ein solider Weg zu einer Indoor-Anlage aus europäischer Fertigung. Wer Kassensystem, Marketing und Betreiberkonzept dazu erwartet, wird nicht fündig, das ist ein reiner Geräteproduzent. Angebote und Montagetermine laufen über den zuständigen Berater, nicht über die Zentrale.
Satteltal 2, 4872 Neukirchen an der Vöckla, Österreich
Das Berliner Familienunternehmen begann 1865 mit Seilen für die Aufzugsindustrie und feierte 2025 sein 160-jähriges Bestehen. Heute entstehen dort Raumnetzgeräte, Kletternetze und großflächige Netzskulpturen, gefertigt unter anderem im hauseigenen Berliner Mesh-Verfahren. Rund 160 Beschäftigte, eine Tochter in den USA und Vertriebspartner in über 50 Ländern stehen hinter Planung, Fertigung, Montage und Wartung. Netzlandschaften in Einkaufszentren und Freizeiteinrichtungen sind eine klassische Anwendung.
Für Betreiber, die auf wenig Grundfläche viel Spielhöhe brauchen, ist ein Netzturm oft die effizienteste Lösung, dazu kommt die lange Lebensdauer stahlseilverstärkter Netze. Softplay, Polsterlabyrinthe oder Kassentechnik gehören nicht zum Programm. Montage und wiederkehrende Prüfung sollten mit Fachfirmen geplant werden, Selbstbau ist bei diesen Spannkräften keine Option.
Berlin, Deutschland
Sidijk aus dem niederländischen Heerenveen ist seit über 40 Jahren im Freizeitgeschäft und produziert am eigenen Standort: Spielstrukturen mit robusten Stahlrohrrahmen, Softplay, Trampolinparks, Ninja-Parcours, Kleinkindecken, Klettervulkane und Aufblasbares. Der deutschsprachige Auftritt erklärt Konstruktion, Themengestaltung und Montage, das Unternehmen begleitet Projekte von der Idee bis zur Installation vor Ort und arbeitet auch industrielle Aufträge ab.
Für Betreiber, die einen Indoorspielplatz eröffnen oder eine bestehende Struktur umbauen wollen, ist das eine der wenigen Adressen, die Neupolsterung und Erweiterung sauber anbietet, statt nur Neuanlagen zu verkaufen. Kleine Kita-Budgets passen nicht dazu, hier geht es um Projektgrößen mit Planung und Anfahrt aus den Niederlanden. Kosten hängen stark von Fläche, Etagen und Themenaufwand ab.
Heerenveen, Niederlande
INDOORPLAY Eckhard Bergmann e.K. plant, liefert und baut Hallenspielplätze und Family-Entertainment-Center, mit Außenbereich oder ohne. Das Programm reicht von Spiel- und Kletterstrukturen mit interaktiven Elementen über Softball-Kanonen, Rollenrutschen und Mega-Rutschen bis zu Trampolinanlagen, Kletterwänden, Klettervulkanen, Sky-Trails, Sportböden, Minigolf und Karts. Die Referenzliste nennt Anlagen in den Niederlanden, Belgien, Norwegen und Frankreich, betreut wird von der Erstplanung bis über die Eröffnung hinaus.
Sinnvoll für Investoren, die ein Gesamtkonzept aus einer Hand wollen und nicht zehn Lieferanten koordinieren möchten. Der Betrieb ist ein Einzelunternehmen, entsprechend persönlich läuft die Abwicklung, entsprechend begrenzt ist die Schlagzahl bei parallelen Projekten. Die Website wirkt seit Jahren unverändert, das sagt aber nichts über die Bauqualität der Anlagen.
Contigo Indoortainment aus Montabaur im Westerwald richtet Indoorparks komplett ein: Standortanalyse und Businessplan, virtuelles Hallenkonzept, Ausstattung mit Spielanlagen, Trampolinfeldern und Softplay, dazu Kassensystem, Onlinebuchung und Markenauftritt. Referenzprojekte wie The Cube zeigen die Kombination aus Trampolinpark und Indoorspielplatz. Die Kasse wird als eigene Lösung für Eintritt, Gastronomie und Buchung vermarktet, Demoversionen sind auf Anfrage zu bekommen.
Für Gründer, die zum ersten Mal eine Halle bespielen, ist die Bündelung von Konzept, Geräten und Technik ein echter Zeitgewinn. Kitas und Schulen sind nicht die Zielgruppe. Wer nur einzelne Geräte braucht, zahlt bei einem Komplettanbieter unnötig für Beratung mit, und wer die Kasse mitnimmt, bindet sich an ein Softwarehaus.
Koblenzer Straße 64, 56410 Montabaur