Ein Metalldetektor kostet zwischen 100 und über 1500 Euro, und die Datenblätter helfen dabei kaum weiter. Diese Liste sortiert Metalldetektoren für Einsteiger und Profis nach dem, was draußen wirklich zählt: Tiefe, Bedienung, Gewicht, Wetterschutz und Preis. Aufgenommen wurden nur Geräte, die in Deutschland regulär im Handel liegen.
Ausgewählt wurde nach klaren Punkten: Frequenztechnik, also einfach oder simultan, Wasserdichtigkeit bis zur Steuereinheit, Spulen im Lieferumfang, Stromversorgung mit Akku oder AA-Batterien, Gewicht am Arm nach drei Stunden und die Frage, ob es Ersatzteile und Firmware-Updates gibt. Auch das Zubehör im Karton spielt eine Rolle, denn Kopfhörer, Spulenschutz und Pinpointer kosten sonst extra. Ein Gerät für Wand und Baustelle steht mit dabei, weil Metall nicht nur im Acker liegt. Und ein Hinweis, der in vielen Listen fehlt: Für die Suche nach Bodenfunden braucht man in fast allen Bundesländern eine Nachforschungsgenehmigung.
Die Reihenfolge legt die Redaktion nicht allein fest, über die Plätze entscheiden die Stimmen der Community. In den Karten stehen Plus und Minus jeder Sonde, dazu Erfahrungen von Leuten, die damit tatsächlich draußen waren. Wer zwischen zwei Modellen schwankt, liest zuerst die Minuspunkte. Dort steht meist, woran es im Alltag hakt.
Der Equinox 900 ist das Gerät, an dem sich in der Mittelklasse fast alle messen lassen müssen. Multi-IQ arbeitet mit mehreren Frequenzen gleichzeitig, zusätzlich lassen sich Einzelfrequenzen von 5 bis 40 kHz einstellen. Das Gehäuse ist bis 3 Meter wasserdicht, die Stange klappt kurz zusammen. Im Karton liegen zwei Spulen, 11 Zoll für die Fläche und 6 Zoll für Schutt und enge Ecken, dazu Funkkopfhörer ML85 und ein magnetisches Ladekabel. Das Gewicht liegt bei rund 1,3 Kilo.
Passt für Sucher mit Erfahrung, die Acker, Strand und Flachwasser mit einem Gerät abdecken wollen. Wer zum ersten Mal eine Sonde in der Hand hält, zahlt hier für Funktionen mit, die er im ersten Jahr nicht anfasst. Die Preise liegen meist um 1000 Euro, gebrauchte Geräte gehen schnell weg.
Der Deus II geht einen eigenen Weg: Die Spule funkt, ein Kabel zur Stange gibt es nicht. Gesucht wird mit schneller Multi-Frequenz, der Arbeitsbereich reicht von etwa 14 bis 81 kHz, dazu kommen fertige Programme für Acker, Strand, Ruinen und Wasser. Die Spule verträgt 20 Meter Wassertiefe, die Fernbedienung ist wettergeschützt. Das Set mit der 34er Spule, Fernbedienung und WS6-Funkkopfhörer wiegt kaum mehr als ein Kilo. Updates lädt man selbst per USB, neue Funktionen kamen so schon mehrfach nach.
Sinnvoll für Vielsucher, die stundenlang laufen und jedes Gramm am Arm merken. Die große Spule bringt Tiefe auf freier Fläche, im Bauschutt ist sie zu grob. Der Haken bleibt der Preis ab etwa 1500 Euro, und ohne Kabel heißt auch: drei Akkus im System, die alle geladen sein müssen.
The Legend war Noktas erstes Gerät mit echter simultaner Multi-Frequenz und hat dem Hersteller viele neue Käufer gebracht. Neben dem Multi-Betrieb stehen Einzelfrequenzen von 4 bis 40 kHz bereit, dazu Voreinstellungen für Park, Feld, Strand und Gold. Das komplette Gerät ist nach IP68 bis 3 Meter tauchfähig, die 11-Zoll-Spule sitzt an einer stabilen Teleskopstange. Akku und Funkmodul sind eingebaut, Kopfhörer liegen je nach Set bei. Die Preise bewegen sich meist zwischen 650 und 800 Euro.
Gute Wahl für alle, die Multi-Frequenz wollen, aber nicht vierstellig zahlen möchten. Auf Salzstrand und störendem Boden hält es mit deutlich teureren Sonden mit. Wer ein reines Einsteigergerät sucht, wird von der Zahl der Regler erst mal erschlagen. Das Gewicht von etwa 1,4 Kilo fällt bei langen Touren auf.
Der Vanquish 540 bringt Minelabs Multi-IQ in die Klasse um 500 Euro. Das Pro-Pack enthält zwei Spulen: die V12 mit 30 x 23 cm für Fläche und Tiefe, die kleine V8 mit 20 x 13 cm für dichtes Ziel und Trampelpfade. Dazu kommen Funkkopfhörer und eine Regenhaube. Die Stange klappt auf 76 cm zusammen und passt so in den Rucksack, das Gewicht liegt bei rund 1,3 Kilo. Strom kommt aus vier AA-Batterien, ein Akku ist nicht eingebaut.
Gedacht für Sucher, die schnell losziehen wollen, ohne 20 Menüpunkte zu lernen: Modus wählen, Empfindlichkeit einstellen, laufen. Die Spulen sind wasserdicht, das Steuergehäuse nicht, für Tauchgänge ist das Gerät also nichts. Ersatzbatterien gehören ins Gepäck, sonst endet der Suchtag früher als geplant.
Der Simplex Ultra ist der Nachfolger des viel verkauften Simplex+ und bleibt bei der einfachen Bedienung. Das ganze Gerät ist bis 5 Meter wasserdicht, damit taugt es auch für Bachläufe und Flachwasser. Akku, Funkmodul, Vibration und eine kleine LED-Lampe sind eingebaut, geladen wird über USB. Suchmodi gibt es für Park, Feld, Strand und Tauchen, Störgeräusche lassen sich über eine Frequenzverschiebung wegdrücken. Gewicht rund 1,3 Kilo, Preise ab etwa 350 Euro.
Das ist die Sonde für den ersten Sommer, ohne dass man nach zwei Monaten aufrüsten will. Am Salzstrand mit nassem Sand stößt die Einzelfrequenz allerdings an ihre Grenze, dort sind Multi-Frequenz-Geräte klar besser. Auch die Trennung dicht liegender Ziele auf Müllflächen ist begrenzt. Für Garten, Wiese, Wald und Süßwasser reicht sie gut.
Der X-Terra Pro ist Minelabs Antwort auf die Einsteigerklasse von Nokta. Über den Pro-Switch wechselt man zwischen 5, 8 und 15 kHz, damit deckt ein Gerät Münzen, kleine Ziele und Goldschmuck ab. Sechs Suchprogramme sind vorbereitet, jeweils zwei für Park, Feld und Strand. Das komplette Gerät ist nach IP68 bis 5 Meter dicht, die Spule mit 11 x 9 Zoll läuft auch im Wasser. Strom liefern vier AA-Batterien, das Display hat Hintergrundlicht.
Geeignet für Leute, die ein robustes Gerät um 350 Euro wollen und die Frequenz je nach Ziel umschalten möchten. Kein Akku, kein Funk ohne Zubehör, das muss man wissen. Wer viel am Nordseestrand sucht, kommt mit einem Multi-Frequenz-Gerät weiter. Für Wiesen und Waldwege ist die Kombination aus Gewicht und Bedienung stimmig.
Der ACE 400i ist die Spitze der ACE-Reihe und in vielen deutschen Suchvereinen ein alter Bekannter. Er arbeitet mit 10 kHz, was kleine Ziele und Gold gut anspricht, die Frequenz lässt sich gegen Störungen leicht verschieben. Die digitale Ziel-ID zeigt Werte von 0 bis 99, Iron Audio macht Eisen hörbar statt nur unsichtbar. Serie ist die wasserdichte DD-Spule mit 21,5 x 28 cm, dazu kommen Kopfhörer, Spulenschutz und Regenhaube. Betrieb über vier AA-Batterien, Preis meist um 400 Euro.
Eine ehrliche Wahl für Feld und Wiese, wenn man klare Töne und wenig Menü mag. Das Steuergehäuse darf nicht unter Wasser, Strandsuche im Salzsand ist nicht seine Stärke. Ersatzteile und Spulen gibt es in Deutschland problemlos, das spricht für lange Nutzung.
Der F22 ist ein Wetterfestes Gerät der schlichten Sorte: einschalten, Empfindlichkeit setzen, suchen. Er arbeitet mit rund 7,7 kHz und einer 9-Zoll-Spule, das Display zeigt eine zweistellige Ziel-ID und die geschätzte Tiefe. Vier Tonhöhen trennen Eisen von Buntmetall, die Empfindlichkeit hat zehn Stufen. Zwei AA-Batterien halten sehr lange, das ist bei diesem Gerät fast ein Alleinstellungsmerkmal. Gewicht rund 1,2 Kilo, Preis meist um 250 Euro.
Passend für Anfänger, Kinder mit Aufsicht und für alle, die eine Zweitsonde im Kofferraum liegen lassen wollen. Regen macht ihm nichts, ins Wasser darf nur die Spule. Auf schwierigem, eisenhaltigem Boden ist die Tiefenleistung überschaubar, und wer viel am Strand arbeitet, greift besser woanders zu.
Der ACE 250 ist der Klassiker der Einsteigerklasse und läuft bei vielen Suchern seit über zehn Jahren. Er arbeitet mit rund 6,5 kHz, hat fünf feste Suchprogramme und eine Ziel-Anzeige mit zwölf Segmenten. Die Spule mit 6,5 x 9 Zoll ist wasserdicht, das Gehäuse nicht. Vier AA-Batterien reichen für lange Touren, das Gewicht liegt bei etwa 1,2 Kilo. Gebraucht gibt es das Modell oft günstig, neu liegt es je nach Set um 250 Euro.
Wer einfach anfangen und Münzen im Garten oder auf der Wiese finden will, kommt damit klar. Die Technik ist in die Jahre gekommen: Tiefe und Zieltrennung liegen unter den neueren Geräten, auf Salzstrand geht wenig. Für Kinder und für die Frage, ob das Hobby überhaupt bleibt, ist der Einstieg trotzdem passend.
Das GMS 120 ist kein Gerät für den Acker, sondern der Metalldetektor für Wand, Decke und Boden. Es findet Eisenmetall bis 120 mm Tiefe, Nichteisenmetall wie Kupferrohre bis 80 mm und stromführende Leitungen bis 50 mm. Holzbalken zeigt es bis etwa 38 mm an. Ein Leuchtring um den Sensorkopf schaltet zwischen Grün und Rot, dazu piept es und im Display steht, um welche Art Objekt es geht. Betrieb über einen 9-Volt-Block, Gewicht knapp 300 Gramm.
Gehört vor jede Bohrung, im Neubau wie im Altbau. Für Münzsuche im Garten ist es der falsche Kauf, dafür fehlt die Reichweite komplett. Feuchter Putz, Estrichmatten oder Alufolie hinter der Dämmung können die Anzeige verwirren, deshalb lieber zweimal messen und den Kopf langsam führen. Preis meist deutlich unter 100 Euro.