Wer mit Kickboxen anfangen will, sucht keine Legende, sondern eine Halle in der Nähe, saubere Technikarbeit und Trainer, die Anfänger nicht verheizen. Diese Übersicht sammelt Kickboxschulen in Deutschland, die genau das leisten: Unterricht für Einsteiger, eigene Zeiten für Kinder und Frauen, Wettkampfvorbereitung für alle, die tatsächlich in den Ring wollen.
Bei der Auswahl zählten mehrere Dinge. Erstens die Qualifikation der Trainer: eigene Wettkampfbilanz, Lizenzen der Verbände, Erfahrung im Kinderunterricht. Zweitens die Ausstattung, also Ring, Sandsackreihe, Matten, Umkleiden mit Duschen. Drittens Kursdichte und Trainingszeiten, denn ein Vormittagskurs hilft im Schichtdienst mehr als drei Abendtermine. Dazu kamen Probetraining ohne Vertragsdruck, nachvollziehbare Kündigungsfristen und die Anbindung mit Bahn und Bus. Große Zentren mit vollem Kampfsportprogramm stehen hier neben kleinen Schulen, die seit Jahrzehnten am gleichen Ort unterrichten.
Die Reihenfolge macht nicht die Redaktion, sondern die Community: Plätze verschieben sich mit den Stimmen der Leser. In den Karten stehen Adresse, Kontakt, Vorzüge und Schwachstellen, dazu die Erfahrungsberichte der Mitglieder. Praktisch bleibt der alte Rat: zwei Kickboxschulen in der Nähe testen, auf den Umgangston im Training achten, erst danach unterschreiben.
Die Schule sitzt in der Hauptstraße 27 in Schöneberg und richtet ihr Angebot an ganz Berlin: Für Kreuzberg, Charlottenburg, Spandau oder Köpenick gibt es auf der Webseite eigene Anfahrtsseiten mit Bahnverbindungen. Trainiert wird Kickboxen im klassischen Aufbau, also Schlag- und Trittkombinationen, Pratzenarbeit mit Partner, Konditionsblöcke. Gruppen bestehen für Einsteiger ohne Vorerfahrung, für Kinder und Jugendliche sowie für Frauen, die zunächst ohne großes Publikum üben möchten.
Praktisch ist das vor allem für Berufstätige aus dem Süden und der Mitte der Stadt, wer aus Marzahn oder Reinickendorf kommt, fährt lange. Ein einziger Standort bedeutet feste Kurszeiten und am Abend gut gefüllte Hallen. Ein Probetraining lässt sich telefonisch oder über das Formular vereinbaren; wer Vollkontakt und Turniere im Blick hat, sollte vorher nach der Wettkampferfahrung der Trainer fragen.
Berlin, Hauptstraße 27, 10827 Berlin-Schöneberg
Die Fachsportschule in Ottensen gehört zu den bekanntesten Hamburger Adressen für Kickboxen und Boxen, Inhaber ist Michael Wübke. Das Programm ist dicht: Nach Angaben der Schule laufen monatlich über 500 Kurse für Erwachsene und mehr als 200 für Kinder, dazu kommen Personaltraining und Physiotherapie im Haus. Unterrichtet wird an der Gaußstraße 128, wenige Minuten vom Bahnhof Altona entfernt.
Wer Technik von Grund auf lernen will, findet feste Anfängergruppen und viel Arbeit an Pratzen und Sack, Kinder trainieren in eigenen Zeiten. Die Verbindung von Training und Physiotherapie hilft nach Verletzungen und bei alten Knieproblemen. Für Bodenkampf, Grappling oder MMA ist die Schule die falsche Adresse, das Profil bleibt Schlagen und Treten im Stand. Parkplätze sind in Ottensen knapp, die Anfahrt mit der S-Bahn ist entspannter.
Hamburg, Gaußstraße 128, 22765 Hamburg-Ottensen
Das Kickboxcenter liegt in Wilhelmsburg zwischen den Süderelbbrücken und wird von Thomas Witthöft geleitet. Der Stundenplan ist übersichtlich gegliedert: Kickboxen für Erwachsene, Ladykickboxen, Kindertraining, dazu Box-Workout, Tabata und Fitnessstunden. Eine Ehrentafel auf der Webseite listet die Titel der Schule, das Haus kommt also aus dem Wettkampfsport und nicht aus der Fitnessbranche.
Trainiert wird am späten Nachmittag und abends, in der Regel montags bis freitags, am Wochenende bleibt die Halle geschlossen. Aus Harburg und von den Elbinseln ist es ein Sprung, wer aus dem Norden Hamburgs anreist, braucht Geduld. Fragen laufen per Mail oder Telefon, die Kontaktdaten stehen offen auf der Seite. Für Frauen, die einen ruhigen Einstieg suchen, ist die eigene Ladygruppe das stärkste Argument.
Hamburg, Zwischen den Süderelbbrücken 10, 21107 Hamburg-Wilhelmsburg
Das Studio an der Leopoldstraße in Schwabing wird von der Familie Keta betrieben: Cheftrainer Jonny Keta ist dreifacher Weltmeister im K1, sein Bruder Mike zweifacher WBC-Europameister. Vier lizenzierte Trainer stehen auf der Matte, geöffnet ist an sieben Tagen in der Woche. Die Trainingshalle ist groß und hell, mit angrenzendem Ring und separatem Gerätebereich; über KETA Sport Promotion organisiert das Haus zusätzlich eigene Kampfveranstaltungen.
Neben Kickboxen und K1 stehen Thaiboxen, Boxen, Selbstverteidigung und freies Training im Plan, Anfänger und Fortgeschrittene trainieren getrennt. Wer Wettkampfambitionen hat, findet Sparringspartner mit echter Bilanz. Die Lage in Schwabing bedeutet allerdings Parkplatzsuche und Münchner Preisniveau, in den Abendkursen wird es eng. Mitgliedschaften über Urban Sports Club werden akzeptiert, was für Probierer praktisch ist.
München, Leopoldstraße 202a, 80804 München-Schwabing
Das CK Team, auch als Cologne Kickboxers bekannt, trainiert in der Bayardsgasse in der Kölner Südstadt, Inhaber ist Oliver Bellersheim. Der Schwerpunkt liegt auf Boxen und Kickboxen statt auf einem breiten Budo-Programm, entsprechend gibt es viel Arbeit an Pratzen und Sack, Sparring in Stufen und separate Kurse für Frauen. Das Büro ist vormittags erreichbar, die Trainingszeiten verteilen sich über den Tag.
Geeignet ist die Schule für Erwachsene, die zielgerichtet Schlag- und Tritttechnik lernen wollen, auch ohne Wettkampfabsicht. Wer Bodenkampf, Grappling oder Waffenabwehr sucht, ist an der falschen Adresse. Die Halle liegt zentral in Rheinnähe, mit dem Auto ist die Gasse eng, mit Bahn und Fahrrad unkompliziert. Die Angebote sind auf mehrere Webseiten verteilt, das macht die Suche nach aktuellen Kurszeiten unnötig mühsam.
Köln, Bayardsgasse 3-5, 50676 Köln
Die Sportschule Silla an der Zülpicher Straße unterrichtet seit 1982 und gilt als älteste Taekwondoschule Kölns sowie als eine der ersten Kickboxadressen der Stadt. Inhaber Josef Werner führt das Haus mit klassischem Gürtelsystem, aus der Schule kamen Welt- und Europameister in Taekwondo und Kickboxen. Neben Kickboxen stehen Taekwondo und Hapkido auf dem Plan, das Kickboxtraining leitet ein WM-Bronzemedaillengewinner.
Der Zuschnitt passt zu Leuten, die Technik und Disziplin höher gewichten als Fitnesstrends, und zu Familien, die Kinder und Eltern im selben Haus unterbringen wollen. Studiokomfort mit Sauna, Gerätepark und App-Buchung gibt es nicht, es bleibt eine Kampfsportschule alter Schule mit persönlicher Ansprache. Anfragen laufen über Telefon oder Mail, ein Probetraining ist möglich.
Köln, Zülpicher Straße 216, 50937 Köln
Das Stallion Gym ist die bekannteste Kampfsportadresse Stuttgarts und inzwischen an die Heilbronner Straße 389 umgezogen. Hinter der Schule stehen unter anderem Dominik und Franjo Artukovic sowie Alan Omer, der als Profi in großen MMA-Organisationen gekämpft hat. Unterrichtet werden Kickboxen, Thaiboxen, MMA, Brazilian Jiu-Jitsu und Krav Maga, dazu gibt es einen eigenen Women's Club und einen zweiten Standort in Herrenberg.
Für ambitionierte Sportler ist das Niveau der größte Vorteil: harte Sparringsrunden, Trainer mit Wettkampfbilanz, viele Einheiten pro Woche. Wer zweimal wöchentlich schwitzen und danach nach Hause will, kann sich in diesem Umfeld schnell klein fühlen. Das Probetraining wird telefonisch vereinbart, Auskünfte gibt es über die Mobilnummer und die Mailadresse der Schule.
Stuttgart, Heilbronner Straße 389, 70469 Stuttgart
Die Fightschool Hannover an der Vahrenwalder Straße 211 wird als GmbH von David Palokaj geführt und verbindet Kampfsport mit funktionellem Fitnesstraining. Kick- und Thaiboxen bilden den Kern des Programms, dazu kommen Gruppen für Kinder, Jugendliche und Frauen sowie Workout-Stunden für Mitglieder, die keinen Kontakt suchen. Die Fläche reicht für mehrere Gruppen gleichzeitig, Sandsäcke und Mattenbereich sind vorhanden.
Die Lage im Norden der Stadt ist mit der Stadtbahn ordentlich angebunden, Vahrenwald liegt nah an der Innenstadt. Wer einen kleinen Verein mit familiärer Runde und niedrigem Beitrag sucht, findet hier eher Studioatmosphäre mit Vertrag. Kontakt läuft über die Festnetznummer und die Mailadresse, ein Probetraining wird angeboten und sollte vorher angemeldet werden.
Hannover, Vahrenwalder Straße 211, 30165 Hannover
Die Sportschule Kaminari in Düsseldorf-Wersten führt André Allerdisse, sie ist Mitglied der Budo- und Kampfsportvereinigung und im M.T.B.D. Das Haus verbindet traditionelle Disziplinen wie Karate, Judo und Jiu Jitsu mit modernem Wettkampfsport: Kickboxen, Thaiboxen, Grappling und Krav Maga stehen ebenfalls im Plan. Trainiert wird an der Harffstraße 53, Anfragen nimmt die Schule auch per WhatsApp über die Mobilnummer an.
Wer Kickboxen als Wettkampfsport betreiben will, profitiert vom Verbandsanschluss und den Prüfungen, wer nur auspowern möchte, findet passende Fitnessvarianten. Das breite Angebot bedeutet umgekehrt, dass Kickboxen nur einen Teil der Wochenstunden ausmacht und sich Zeiten mit Karate oder Judo teilen muss. Die Webseite ist technisch in die Jahre gekommen, ein Anruf klärt Kurszeiten schneller.
Düsseldorf, Harffstraße 53, 40591 Düsseldorf-Wersten
Die Fight Academy von Panagiotis Platis liegt an der Rothenburger Straße 149 und versteht sich als Mischung aus Kampfsportschule und Fitnessadresse. Kickboxen läuft in festen Gruppen für Anfänger und Fortgeschrittene, Kinder trainieren separat, dazu kommen Konditions- und Selbstverteidigungsstunden. Eine kostenlose Probestunde lässt sich direkt über die Webseite anfragen, danach wird die passende Gruppe zugeteilt.
Die Schule ist überschaubar, die Trainer kennen ihre Leute mit Namen, das ist für Einsteiger und für Wiedereinsteiger nach längerer Pause angenehm. Große Wettkampfbilanzen und Ringtraining wie in den Metropolen sollte man nicht erwarten, der Schwerpunkt liegt auf Technik, Fitness und Selbstvertrauen. Erreichbar ist das Team per Mail und Mobilnummer, Angaben zu Beiträgen gibt es auf Anfrage.
Nürnberg, Rothenburger Straße 149, 90439 Nürnberg