Die Barbarossahöhle am Südwestrand des Kyffhäusers ist ein geologischer Sonderfall: Sie liegt im Anhydrit, nicht im Kalk. Durch die Luftfeuchtigkeit wandelt sich das Gestein oberflächlich in Gips um, quillt auf und hängt in großen Lappen von Decke und Wänden. Entdeckt wurde der Hohlraum am 20. Dezember 1865 beim Vortrieb eines Stollens für den Kupferschieferbergbau, ab 1866 kamen Besucher. Etwa 800 Meter Weg, rund 15.000 Quadratmeter Grundfläche, 10 Grad Lufttemperatur, dazu spiegelglatte unterirdische Seen.
Die Führung dauert ungefähr eine Stunde und ist damit länger als in vielen anderen Höhlen. Von April bis Oktober läuft der Betrieb täglich, im Winter von Dienstag bis Sonntag. Wer Tropfsteine im klassischen Sinn erwartet, wird überrascht: Hier zählen Farben, Formen und Weite. Reisegruppen sollten sich anmelden, für Fotos wird eine kleine Gebühr fällig.
Adresse: An den Mühlen 6, 99707 Kyffhäuserland, OT Rottleben
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