Imkereibedarf für Bienenvölker entscheidet darüber, ob die Arbeit am Stand ruhig abläuft oder in Hektik endet. Diese Liste sammelt Geräte und Futtermittel, die in Deutschland regulär im Handel sind: Beuten, Schleudern, Schutzkleidung, Smoker, Zuchtzubehör und Winterfutter. Gedacht ist sie für Einsteiger mit zwei oder drei Völkern und für erfahrene Hobbyimker, die Ausrüstung ersetzen, ohne gleich Berufsniveau zu bezahlen.
Aufgenommen wurde nur, was sich bei Amazon.de, OTTO oder eBay.de tatsächlich bestellen lässt. Verglichen wurden Material und Reinigbarkeit, also lebensmittelechter Edelstahl gegen Kunststoff, dazu Rähmchenmaße und Kompatibilität mit Deutsch Normal, Zander oder Langstroth, Verarbeitung der Nähte und Reißverschlüsse bei Kleidung, Zuckerart und Packungsgröße beim Futter sowie Preis pro Einheit. Tierarzneimittel gegen Varroa bleiben außen vor, sie gehören in die Apotheke und nicht in einen Warenvergleich.
Die Reihenfolge im Imkereibedarf für Bienenvölker bestimmt die Community: Jede Stimme verschiebt Plätze, die Redaktion stellt nur die Kandidaten. Wer eine Entscheidung vorbereitet, liest am besten die Vor- und Nachteile in den Karten und danach die Erfahrungsberichte, denn dort steht, was nach der zweiten Saison hält und was nicht.
Die Langstroth-Beuten von VEVOR kommen als Set aus Kiefernholz: Boden, Brutraum, Honigraum, Absperrgitter, vorgefertigte Rähmchen und Blechdeckel liegen bei, je nach Variante wachsgetaucht oder gestrichen. Gearbeitet wird im Langstroth-Maß, das international verbreitet ist, in Deutschland aber neben Deutsch Normal und Zander eine Nebenrolle spielt. Der Preis liegt klar unter dem einer Tischlerbeute, sichtbar an Astlöchern im Holz und an Falzen, die nicht auf den Zehntelmillimeter sitzen.
Sinnvoll ist so ein Set als Zweitbeute, für Ableger oder für den Start ohne großes Budget. Wer schon Völker auf Deutsch Normal führt, kann die Zargen nicht mischen und sollte beim vorhandenen Maß bleiben. Vor dem Einlogieren lohnen ein paar Handgriffe: Kanten schleifen, Außenflächen mit Leinöl oder Wetterschutzfarbe behandeln, Rähmchen nachspannen und den Deckel gegen Regenwasser abdichten.
Tangentialschleuder mit Trommel aus lebensmittelechtem Edelstahl, Handkurbel über ein Getriebe, Klarsichtdeckel und Ablasshahn knapp über dem Trommelboden. Vier Rähmchen finden Platz, gearbeitet wird tangential: erst eine Wabenseite, dann wenden. Angeboten wird die Schleuder auch in einer Version mit Elektromotor, die Handkurbel bleibt aber die günstigere Variante und braucht keinen Strom am Stand.
Für zwei bis sechs Völker reicht das Volumen gut aus, eine Ernte von wenigen Kisten ist in einem Nachmittag durch. Die drei Standbeine sollten fest verschraubt und die Schleuder am besten auf einem Holzbrett fixiert werden, sonst wandert sie bei unrund laufender Trommel. Wer regelmäßig größere Mengen erntet, kommt mit einer Radialschleuder schneller voran, weil das Wenden entfällt.
Ganzkörperanzug aus Baumwoll-Mischgewebe mit abnehmbarem Hut und rundum geführtem Schleier, dazu Gummizüge an Ärmeln und Beinen, Reißverschlüsse in Doppelführung und Taschen an den Oberschenkeln. Es gibt ihn in mehreren Größen von schmal bis XXL, gewaschen wird bei niedriger Temperatur, Kleidung mit Bienengeruch wird sonst schnell zum Reizfaktor am Stand.
Für Einsteiger und für Nachbarschaftshilfe ist der Anzug die naheliegende Wahl, weil er zum Preis einer guten Jacke schon Beine und Kopf mitschützt. An heißen Julitagen wird es unter dem Stoff spürbar warm, ein leichter Ventilationsanzug mit drei Lagen ist da angenehmer, kostet aber ein Mehrfaches. Wichtig ist ausreichend Weite: liegt der Stoff auf der Haut, kommen Stiche durch, besonders an Schultern und Knien.
Handschuhe aus weichem Ziegenleder mit langen Baumwollstulpen und Gummizug am Oberarm, angeboten in gestaffelten Größen. Das Leder ist dünn genug, um Rähmchen sicher zu greifen, und dick genug, dass der Stachel in den meisten Fällen nicht durchgeht. Die Stulpe verschließt die Lücke zum Ärmel, an der bei Jacken ohne Bündchen die meisten Stiche passieren.
Praktisch sind sie bei Völkerkontrollen, Ablegerbildung und im Umgang mit unbekannten Herkünften. Wer Königinnen zeichnet oder Weiselzellen umträgt, arbeitet besser ohne Handschuhe, das Feingefühl fehlt einfach. Zu beachten ist die Hygiene: Leder saugt Propolis, Honig und Alarmpheromon auf, lässt sich aber nicht heiß waschen. Bei Verdacht auf Faulbrut am Stand gehören sie ausgetauscht, nicht gereinigt.
Klassischer Smoker mit Kessel und Feuerkorb aus Edelstahl, Blasebalg aus beschichtetem Gewebe, Hitzeschutzgitter am Kessel und Haken zum Einhängen an die Zarge. Angeboten werden mehrere Kesseldurchmesser, der größere hält bei Sägespänen oder Hobelspänen länger durch und muss beim Durchsehen mehrerer Völker nicht nachgefüllt werden.
Das Gerät ist Werkzeug für die Praxis: einmal ordentlich anfeuern, dann sparsam einsetzen, zwei Stöße pro Volk genügen meist. Wichtig ist trockenes Rauchmaterial ohne Lack und Leim, sonst zieht Fremdgeruch in den Honig. Der Blasebalg ist das Verschleißteil, sein Gewebe reißt nach einigen Jahren an der Falte, Ersatzbälge gibt es im Fachhandel. Nach der Saison sollte der Kessel ausgeklopft und offen gelagert werden, sonst rostet die Teerschicht innen fest.
Beheiztes Messer mit langer Edelstahlklinge, Netzanschluss und Temperaturregler am Griff oder am Kabel. Die warme Klinge schneidet die Wachsdeckel in einem Zug ab, statt sie wie die Gabel aufzureißen, das Entdeckelungswachs fällt dadurch sauberer an und lässt sich besser einschmelzen. Auf glatt ausgebauten Waben geht die Arbeit spürbar schneller als mit Handwerkzeug.
Gedacht ist das Messer für Ernten ab etwa zwanzig Waben pro Durchgang, für zwei Völker im Jahr genügt eine Entdeckelungsgabel für wenige Euro. Die Temperatur gehört niedrig eingestellt: zu heiß, und der Honig an der Schnittkante karamellisiert, der HMF-Wert steigt. Reinigen lässt sich die Klinge nur im warmen Zustand, kalt gewordenes Wachs klebt hartnäckig. Ein Kabel am Schleuderplatz stört, eine Verlängerung mit Fehlerstromschutz ist Pflicht.
Apifonda ist ein fertiger Futterteig auf Zuckerbasis, der im Karton mit zwölf Ein-Kilo-Beuteln kommt und dadurch ohne Umfüllen und ohne Futtergeschirr auskommt: Beutel aufschneiden, aufgeschnittene Seite nach unten über das Volk legen, Deckel drauf. Der Teig läuft nicht aus, tropft nicht in die Wabengassen und reizt die Nachbarvölker kaum zur Räuberei, weil kein Sirup verschüttet wird.
Stark ist der Teig bei Notfütterung im Spätwinter, beim Anfüttern von Ablegern und Kunstschwärmen sowie bei Begattungseinheiten, wo jede flüssige Gabe zu viel wäre. Für die komplette Auffütterung im August ist er zu teuer, dort ist Sirup pro Kilo Zucker günstiger. Zu bedenken ist außerdem, dass Bienen zum Verarbeiten von Festfutter Wasser brauchen, im zeitigen Frühjahr also nicht immer optimal.
Apiinvert ist ein gebrauchsfertiger Invertzuckersirup aus Saccharose, Glucose und Fructose, abgefüllt im 14-Kilo-Eimer mit Deckel. Der Sirup muss nicht angerührt, nicht erwärmt und nicht mit Wasser verdünnt werden, er kristallisiert im Futtergeschirr nicht aus und wird von den Völkern zügig eingetragen. Größere Gebinde und Palettenware gibt es ebenfalls, für Hobbybestände ist der Eimer die handliche Größe.
Der Sirup ist das Standardfutter für die Auffütterung nach der letzten Ernte, üblicherweise in Portionen über Futtertasche oder Futterzarge. Zwei Punkte aus der Praxis: Der Eimer wiegt gefüllt deutlich über zehn Kilo, tragen und Umfüllen in Kanister will geplant sein, und jeder Tropfen daneben zieht bei Trachtende sofort Räuberei nach sich. Gelagert wird frostfrei und dunkel, angebrochene Eimer gehören dicht verschlossen.
Das Komplettsystem bündelt die Kunststoffteile für die Zucht ohne Umlarven: Legekäfig für die Königin, Zellennäpfchen mit Haltern, Zuchtlatten für den Zuchtrahmen, Schlupfkäfige und Zusetzkäfige. Die Königin legt in vorgegebene Näpfchen, die anschließend samt Ei in das Pflegevolk wandern, statt Larven mit dem Umlarvlöffel zu übertragen. Das erspart Übung mit der Lupe und schont die junge Larve.
Passend ist das System für Imker, die einige Königinnen im Jahr selbst nachziehen, für Standbegattung ebenso wie für Begattungskästchen. Wer Hunderte Zellen produziert, arbeitet weiter mit Umlarven, das ist schneller. Sauberkeit ist bei Kunststoff heikel: Näpfchen nehmen Gerüche an, vor dem ersten Einsatz gehören sie ins Wachsbad oder wenigstens einige Tage ins Volk. Die Kleinteile sind winzig, eine Dose zum Verstauen hilft mehr als jede Anleitung.
Wachsschmelzer aus Edelstahl mit Wasserkammer, Einsatz für Altwaben und Auslauf, je nach Modell mit elektrischer Heizung oder für den Betrieb auf einer Gasplatte. Der Dampf löst das Wachs aus Waben und Rähmchen, es läuft in eine Form ab, Trebern und Kokons bleiben zurück. Die Volumina der Varianten unterscheiden sich, angeboten werden Töpfe für einzelne Waben bis zu Kesseln, in die ganze Zargen passen.
Rentabel wird das Gerät, sobald jährlich ein paar Kilogramm Altwaben anfallen: aus Drohnenrahmen, Bausperre und der Wabenerneuerung. Für ein einziges Volk lohnt eher der Sonnenwachsschmelzer oder die Sammelabgabe beim Fachhändler. Wichtig ist Vorsicht beim Betrieb, heißes Wachs und Dampf verbrennen die Haut sofort, gearbeitet wird mit Handschuhen und im Freien. Das Wachs sollte anschließend gefiltert und getrennt nach Entdeckelungs- und Altwachs gelagert werden.